Alles nur Fassade: Frankfurts Architektur zweidimensional

  • Silbergraue Linien
    Kastors Fassade besticht durch edle Optik in mattem Silbergrau.
  • Wo ist mein Büro?
    Beim Kastor reiht sich ein Fenster an das nächste. Der Einheitslook bestimmt.
  • Fensterwald
    In der Aluminiu-Glas-Fassade des Tower 185 nehmen die raumhohen Fenster viel Platz ein.
  • Messeturm
    Ohne die markante Spitze ist der Messturm nicht sofort wieder zu erkennen.
  • Fensterfarben
    In den großen Fenstern des IBC spiegelt sich der vielfarbige Himmel.
  • Kuben
    Frankfurter Kubismus.
  • Azur
    Das Rhein-Main-Center leuchtet in vielen Blauschattierungen.
  • Jetzt aber zackig
    Moderne Architektur eignet sich zur fotografischen Abstraktion.
  • Runde Sache
    Der Skyper unterscheidet sich wohltuend von den gradlinigen Kanten der anderen Wolkenkratzer.
  • Kuben II
    Die Würfel sind ... noch nicht gefallen. Hochhausarchitektur in Frankfurt.
  • Viereck
    Das Japan Center unterscheidet sich stark vom benachbarten Main Tower.
  • Helle Fassade
    Eins der wenigen Fotos, bei denen ich die stürzenden Linien nicht korrigiert habe.
  • Gleichförmigkeit
    Der "schiefe" Horizont soll die Gleichförmigkeit der Fassade durchbrechen und mehr Dynamik ins Bild bringen.
  • Transparenz
    Das Glasfassade soll Transparenz zeigen. Auch bei der Deutschen Bank.
  • Kantig
    Der kantige Grundriss des Trianon verstärkt den kühlen Eindruck des Gebäudes.
  • Stein und Glas
    Der Wechsel von Stein und Glas in der Fassade der "Welle" bringt Spannung ins Motiv.
  • Spiegelung
    EIne kurze Zeit Sonnenschein reicht für eine hübsche Fassadenspiegelung.
  • Spitz
    Das Main Triangel weist scharfe Kanten und jede Menge Glas auf.
  • Auffallen um jeden Preis
    Die KfW Westarkade gehört zu den auffälligsten Bauten Frankfurts.
  • Feine Schwünge
    Die abstehenden Fassadenelemente der KfW Westarkade formen sich zu Bögen.
  • Trianons Glas
    Ich geb Glas, ich will Spaß.

Die Fassade ist die erste „Schicht“ der Architektur und somit auch verantwortlich für den ersten Eindruck eines Gebäudes. Und der zählt schließlich. So verwundert es nicht, warum Architekten so viel Zeit und Mühe investieren, eine ansprechende – und bei Prestige-Objekten meist spektakuläre – Hülle zu entwerfen.

Natürlich geht es auch einfach und funktional (wie bei der Architektur im Allgemeinen), aber das Besondere zieht eben die Aufmerksamkeit auf sich. Mit dem Deutschen Fassadenpreis gibt es sogar eine eigene Auszeichnung.

In Deutschland herrscht Panoramafreiheit. Das ist verkürzt gesagt die Erlaubnis, Gebäude von öffentlichen Wegen aus fotografieren zu dürfen. Das macht vieles einfacher, auch wenn das Google vielleicht nicht behaupten würde. Bei schlechtem Wetter sind Fassaden zudem ein dankbares Motiv-Backup. Was aber macht im Einzelnen Fassaden so interessant? Für mich zählen dazu folgende Punkte:

  • Reihen und Wiederholungen (Fenster, Stockwerke)
  • geometrische Formen und Strukturen (Linien, Drei- und Vierecke)
  • verschiedenartige Materialien und Werkstoffe (Stein, Beton, Glas, Stahl)
  • optische Eindrücke wie Transparenz und Spiegelungen

Verschiedene Bilder von Fassaden lassen sich zu Collagen verarbeiten, die eigene Kunstwerke darstellen. Die Formen und Strukturen eignen sich zur Abstraktion. Unschärfe (Fehlfokus, Bewegungsunschärfe) oder die Wiedergabe eines Details, das aus seinem Kontext herausgerissen wird, sind zwei Beispiele dafür.

In dieser Galerie stelle ich einige Fassaden aus Frankfurt vor, die während meiner dreitägigen Fotoreise entstanden sind. Ich betone die Zweidimensionalität und meist auch Sterilität der modernen Architektur.

Weitere schöne Fotos findet ihr im Blog von Stefan Wensing.

Weitere Artikel der Serie „Frankfurts moderne Architektur„:

  • Reisebericht: ausführliches Tagebuch mit Statistiken zu Wegstrecken, Auslösungen, benutzten Objektiven, Brennweiten etc.
  • Schwarzweiß: Ergebnisse meiner ersten S/W-Konvertierungen überhaupt
  • Kontraste: alt gegen neu, rund vs. gerade, warm und kalt, Stahl/Glas/Beton

 

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